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Sonntag, 28. September 2014

Rückblick - 7. Forum "KONSUMENTENSOLIDARITÄT - JETZT" - 26.9.2014 im Freihof in Sulz

Am Freitag, den 26. September 2014 durften wir wieder zahlreiche interessierte Konsumentinnen und Konsumenten im Freihof in Sulz begrüßen. Es erwarteten uns spannende Präsentationen von engagierten und motivierten Menschen, die mit viel Elan und Zielstrebigkeit nachhaltige Ideen verwirklichen.  

Hubert eröffnete den Abend mit einem kurzen Streifzug durch die Schlagzeilen, die in den letzten Wochen zum Thema „Klimawandel“ in den österreichischen Medien kursierten. Alarmierendes gab es da zu lesen: Von der Konzentration der Treibhausgase, die laut UNO-Angaben einen neuen Höchststand erreicht hat, bis zur Präsentation des ersten österreichischen Klimaberichts, der düstere Prognosen (unter anderem Zunahme von Wetterextremen wie Hitzetage und Überschwemmungen) für die Zukunft bereit hält. Parallel dazu erwähnte Hubert die Nachricht vom größten Börsengang aller Zeiten durch Alibaba, einen chinesischen Onlinehändler. Mit dem Erlös aus dem Börsengang will Alibaba seine Expansion weiter vorantreiben. Ein weiteres Beispiel dafür, dass die Gier nach Profit und der Traum vom endlosen Wachstum schier keine Grenzen mehr zu scheinen kennt.

All diese Nachrichten machen bewusst, dass dringender Handlungsbedarf besteht. Sich ein gutes Netz an Beziehungen aufzubauen, die lokale Wirtschaft zu unterstützen und vorzugsweise in der Region einzukaufen, sich mit anderen Menschen zu solidarisieren und zu verbünden, sind für mich immens wichtige Strategien, um mit all dem Wahnsinn, der da tagtäglich über uns hereinbricht, umzugehen.

Es gibt immer wieder Menschen, die einem zeigen, wie Veränderung möglich ist und aussehen kann. Drei Initiativen, die in diese Richtung arbeiten, durften wir gestern wieder kennenlernen.

Den Anfang machte Harry, der uns das Repair-Café Nenzing vorstellte. Das Reparaturcafé ist ein Projekt der Arbeitsgruppe "Bewahrung der Schöpfung" aus Nenzing. Das Ziel dieser Arbeitsgruppe ist es, umweltschädliche und ressourcenvergeudende Verhaltensweisen bewusst zu machen und Möglichkeiten zur Veränderung und zum Umdenken aufzuzeigen.  Als die tolle Initiative „Bewahrung der Schöpfung“ im Vorjahr den mit EUR 3.000,-- dotierten Hypo-Umwelt-Förderpreis erhielt, bedeutete dies zugleich auch den Startschuss für die Gründung des Reparaturcafés in Nenzing. Nachdem nach etlichen Gesprächen mit der Gemeindeverwaltung im Februar 2014 ein Raum gefunden werden konnte, war die größte Hürde genommen. Geschäftig und motiviert nahmen Harry und seine Mitstreiter die Einrichtung der Räumlichkeiten in Angriff. Am 7. Juni 2014 öffnete dann das Repair-Café offiziell seine Pforten! Egal, ob es sich um Fahrradreparaturen, Kleinhaushaltsgeräte (Mixer, Staubsauger, Toaster, etc.), Kleinmöbel oder Spielsachen handelt, die Mitarbeiter vom Repair-Café Nenzing nehmen sich beherzt der Sache an! Wichtig zu erwähnen ist noch, dass es sich um Hilfe zur Selbsthilfe handelt. Menschen werden motiviert, selbst Hand anzulegen und gemeinsam mit den Reparaturfachleuten kann somit – nicht alles, aber das Meiste - wieder instandgesetzt und repariert werden. Finanziert wird das Repair-Café durch freiwillige Spenden.  In die freudigen Gesichter der Besitzer der wieder funktionierenden Geräte zu blicken, ist für Harry und seine Kollegen die größte Motivation und schönste Freude! Mehr Infos zum Repair-Cafe gibt es unter der Internetseite http://wiki.imwalgau.at/wiki/Repair_Caf%C3%A9_im_Walgau zu finden. Dort finden sich auch die Termine für die kommenden Repair-Cafés.

Anschließend an Harrys Präsentation stellten Mag. Brigitte Achatz und Dr. Christine Bertl-Anker ihre Buchhandlung "Die Quelle" vor. Ursprünglich vom Werk der Frohbotschaft in Batschuns vor 35 Jahren gegründet, hat es sich die Buchhandlung zur Aufgabe gemacht, ein reichhaltiges Sortiment an religiösen Büchern und Karten anzubieten. Mittlerweile hat sich die Produktpalette wesentlich erweitert, sowohl Kinder- und Jugendbücher, als auch unterhaltende Literatur, Devotionalien und Kerzen werden in der kleinen Buchhandlung in Feldkirch angeboten. 3x im Jahr organisiert die Buchhandlung eine Bücherschau, bei der empfehlenswerte Neuerscheinungen vorgestellt und besprochen werden. Zusätzlich schreiben die rührigen Frauen von der Buchhandlung „Die Quelle“ immer wieder Rezensionen, die dann in Zeitschriften und Zeitungen veröffentlicht werden. Auch Büchertische werden  für ausgesuchte Veranstaltungen organisiert. So war „Die Quelle“ z.B. auch beim letzten Ethikforum mit einem Stand vertreten. Wichtig ist Brigitte, Christine, sowie ihren Mitarbeiterinnen aber der persönliche Kontakt zu den Kunden. Durch anregende Gespräche findet eine tolle, Freude bringende Form der Weiterentwicklung statt, von der alle profitieren. 

Als dritte Initiative stellten Helgard und Stefan Dilsky aus Hohenweiler ihre Firma „Himmelschlüssel“ vor. Angefangen hat alles mit der Krankheit des Sohnes von Helgard und Stefan, der bis zu seinem dritten Lebensjahr stark an Neurodermitis litt. Durch homöopathische Mittel vom Hausarzt konnte die Neurodermitis zwar stabilisiert, aber nicht behoben werden. Mit viel Eigeninitiative und Engagement haben es sich Stefan und Helgard zur Aufgabe gemacht, ihrem Sohn zur Heilung zu verhelfen. Und sie waren erfolgreich! Sohn David ist seit seinem 4. Lebensjahr gesund und absolut beschwerdefrei. Begeistert von diesen Erfolgen, inzwischen mit einem enormen Wissen ausgestattet, beschlossen die beiden, sich mit einem kleinen Geschäft selbständig zu machen, um so die Produkte, die ihrem Sohn so sehr geholfen haben, auch anderen Menschen zugänglich zu machen. Das Sortiment umfasst Heimtextilien, wie Matratzen und Decken, Bekleidung, wie Socken und Leinenbekleidung, aber auch Basics, wie Unterwäsche. Auch Hygieneartikel und Reinigungsprodukte werden vertrieben. Wichtig ist Stefan und Helgard auch, dass die Produkte aus der Nähe kommen und somit die Transportwege möglichst kurz gehalten werden. Die gesundheitliche und persönliche Beratung und Betreuung steht im Vordergrund. Die Firma ist in 6914 Hohenweiler, Leutenhofen 40A zu finden. Derzeit hat sie noch keine Internetpräsenz, was das Ganze aber auch sympathisch macht. Besonders gute Firmen können genausogut auch ohne Webshop auskommen!

Anschließend an diese drei tollen Präsentationen erhielten alle Forumsteilnehmer wieder die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Neben den vorgestellten Initiativen waren auch die „Gardener“ vertreten. Gernot Jochum vom Bereich Finanzen bot interessante Einblicke in die Finanzwelten, Andrea Breuss-Buchacher stand als Ansprechpartnerin für den Bereich Kosmetik zur Verfügung, auch Karl Heinzle vom Energiebereich war an diesem Abend anwesend und beantwortete Fragen zum Thema Energie. Barbara, die für Brot und Getreide zuständig ist, betreute gleichzeitig auch noch unseren Vereinsstand. Harry und ich waren am Elektroniktisch vertreten. Die Themen Datenschutz und Fairphone waren dort relevante Themen.

Mit einem Ausblick auf kommende Veranstaltungen wurde der Abend gemeinsam beschlossen. Herzlichen Dank an alle, die teilgenommen haben und diese Veranstaltung wieder zu etwas ganz Besonderem haben werden lassen! 

Freitag, 12. September 2014

Betriebsbesichtigung Uni Sapon

Gestern hatte ich das Vergnügen, gemeinsam mit interessierten Menschen die Firma Uni Sapon in Gisingen besichtigen zu dürfen. Die Betriebsinhaberin Marion Reichart hat geduldig – obwohl sie selber unter Zeitdruck stand – und stets freundlich unsere vielen Fragen beantwortet. Selbst mit kritischen Fragen ist sie wertschätzend und souverän umgegangen, was mich beeindruckt hat. Ihre Herzlichkeit, Ehrlichkeit und ihr Elan haben großen Eindruck bei mir hinterlassen. Wir erhielten so viele Informationen und ich kann nur einen Bruchteil davon (hoffentlich korrekt ;-) hier wiedergeben.

Bei Uni Sapon handelt es sich um einen biozertifizierten Betrieb. Der Betrieb trägt die international anerkannten Zertifizierungen der Schweizer Bio-Stiftung IMO und von EcoControl Deutschland. Selbst Greenpeace empfiehlt Uni Sapon.

Im Betrieb werden nur wenige, ältere, gebrauchte Maschinen eingesetzt, welche laut Marion stets einwandfrei funktionieren. Die restliche Arbeit wird in Handarbeit erledigt. "Früher wurden Maschinen noch robust und für die Ewigkeit produziert", erzählt Marion, während heutzutage die neuen Geräte meistens alle 2 – 3 Jahre unbedingt einen Servicetechniker brauchen. Die Halle und die Büroräumlichkeiten sind liebevoll mit Gebrauchtmöbeln ausgestattet, welche eine heimelige und freundliche Atmosphäre vermitteln. Marion ist stolz auf ihre hübsche Küche aus dem Jahr 1982, die – mit Blumbeschlägen ausgestattet – unverwüstlich zu sein scheint und sowohl als Laborküche, als auch für die Zubereitung des Essens für alle dient.  

Uni Sapon produziert ökologische Reinigungsmittel. Das Sortiment setzt sich gerade mal aus 4 Reinigern zusammen, mit welchen – richtig gemischt – sämtlichen Flecken der Garaus gemacht werden kann. Ergänzt wird das Sortiment noch mit zwei Waschmittelkonzentraten (1x normal, 1x Sportkonzentrat), sowie einer Handwaschpaste, einem Lederbalsam, sowie einem Holzbalsam. Mehr braucht es laut Marion nicht.

Klar könnte Uni Sapon mehr Profit erzielen, wenn sie z.B. sowohl einen Badreiniger, als auch einen WC-Reiniger separat vertreiben würden. "Aber dadurch würde nur viel mehr Müll entstehen, sinnlos noch viel mehr Ware durch die Gegend gekarrt werden, in LKW’s, die fossile Brennstoffe verbrauchen und CO2 produzieren", erklärt uns Marion. Stattdessen lassen sich die Konzentrate ganz leicht mit Wasser vermischen. Und Wasser hat bei uns glücklicherweise jeder zuhause. Die wiederverwendbare Sprühflasche mit einfacher Anleitung zur Herstellung der richtigen Mischung gibt es bei Uni Sapon mitgeliefert. Mit dem Konzentrat kann die Sprühflasche an die 100x befüllt werden. So gesehen ist das Reinigungsmittel von Uni Sapon unschlagbar billig. Die Kosten für eine Flasche Sprühflüssigkeit belaufen sich hiermit auf gerade einmal 10 Cent.

Ich habe mir eine Flasche Allzweckreiniger, sowie den Kalklöser und die Sprühflasche gekauft und denke, dass ich mit diesen Mengen ewig und drei Tage in meinem Singlehaushalt auskommen werde. So eine große Putzfee bin ich ja nicht ;-). Und es funktioniert! Ohne großen Aufwand wurden meine Armaturen, sowie die Badewanne wieder glänzend sauber! Ein weiterer Vorteil ist, so finde ich, dass die Mittel relativ geruchsneutral sind oder nur dezent nach Reinigungsmittel riechen. Mit Schaudern erinnere ich mich noch an das Putzmittel meiner Mutter, welches so ätzend roch, dass ich jedes Mal einen Hustenanfall und brennende Augen bekam, wenn ich es in Verwendung hatte. Ich musste während des Putzens jedes Mal die Luft anhalten, um das Ganze zu überstehen.

Die Vermeidung von unnötigem Müll ist ein großes Anliegen von Uni Sapon. So lassen sich auch die leeren Flaschen für die Konzentrate an diversen Nachfüllstationen (z.B. bei Uni Sapon selber oder bei Sörecycling in Bludenz) problemlos wieder befüllen. Wer keine Nachfüllstation in der Nähe hat, kann die Konzentrate auch in 3-Liter-Kanistern kaufen. Die Kanister können gereinigt wieder an Uni Sapon retourniert werden und werden dann wieder befüllt. Auf diese Weise lässt sich mit einfachen Mitteln der Plastikmüll auf ein Minimum reduzieren.

Das verwendete Palmöl, welches es laut Marion leider braucht, damit die Reinigungswirkung erzielt werden kann, wird aus RSPO-zertifizierten Quellen bezogen. Leider ist auch das RSPO-Zertifikat nicht perfekt und wird immer wieder kritisiert (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Roundtable_on_Sustainable_Palm_Oil), aber es ist zumindest laut Marion ein Anfang und hat gute Ansätze. Kleine Firmen sind auf diese Quellen angewiesen, da keines dieser Unternehmen das notwendige Kleingeld besitzt, um eine eigene kleine Plantage in Indonesien erwerben und nachhaltig bewirtschaften zu können. 

Nichts ist perfekt, aber es lässt sich dennoch viel verbessern auf dieser Welt, wenn man ständig bemüht ist, sich weiterzuentwickeln und ganz wichtig:   S P A R S A M   mit dem Verbrauch von Ressourcen umgeht!!! Menschen wie Marion und ihr Team machen uns mit Engagement und Enthusiasmus vor, wie es funktioniert!

Ich bin jedenfalls begeistert und ich wünsche Uni Sapon ganz viel Kraft und Freude am Tun, damit sie ihren Weg mit Zuversicht, Begeisterung und Idealismus weitergehen können. 

Donnerstag, 29. Mai 2014

March against Monsanto

Letzten Samstagnachmittag in Bregenz:

Ca. 3000 Menschen nehmen an einer Demonstration gegen Gentechnik (Stichwort „Monsanto“), Fracking und das Freihandelsabkommen TTIP teil, welches zwischen der EU und den USA im Geheimen ausverhandelt wird. Die Teilnehmer setzen sich aus allen Alters- und Bevölkerungsschichten zusammen – Mütter mit Kindern sind dabei, aber auch viele Jugendliche und auch zahlreiche Senioren beteiligen sich am Protestmarsch. Sehr viele haben selbstgebastelte Transparente und Plakate dabei, auf denen Slogans zu lesen sind, wie:

- Stopp Monsanto – das Leben wählen!
- Monsanto – Eat your own shit!
- Wir wollen weder Gentech-Fraß, noch Fracking-Gas!
- Monsanto ist der sichere Tod in unser täglich Brot!
- Wo Konzerne profitieren – Menschen verlieren!

Alle Anwesenden verbindet das Engagement für ein Leben ohne Gentechnik und die Bereitschaft, dafür zu kämpfen und gemeinsam auf die Straße zu gehen.

Es war ein kraftvolles und lebendiges Bild, welches sich mir am Samstag in Bregenz geboten hat! Auch ich war – wie viele andere auch – überwältigt von der hohen Teilnehmerzahl und dem breiten Widerstand gegen Konzernriesen wie Monsanto & Co.

Folgende Informationen zu Monsanto konnte ich in Erfahrung bringen:

Bei Monsanto handelt es sich um einen amerikanischen Konzernriesen, welcher Saatgut und Herbizide produziert und unter die Menschen bringt. Zu den bekanntesten Produkten zählen gentechnisch veränderter Mais und Breitbandherbizide mit dem Wirkstoff Glyphosat. Letztere werden unter dem Namen „Roundup“ vertrieben. Monsanto hat dazu Mais, Soja, Baumwolle etc. so verändert, dass ihnen das Unkrautvernichtungsmittel „Roundup“ nichts mehr ausmacht. Inzwischen beklagen sich immer häufiger Farmer über besonders resistente Unkräuter auf den Feldern. Zudem kann Glyphosat bereits in geringen Mengen innerhalb 24 Stunden zum Zelltod führen. Glyphosat führt weiters zu Missbildungen und Fehlgeburten, zu Herzinfarkt und Alzheimer, zu Unfruchtbarkeit und Krebs – um nur einiges zu nennen. Es zerstört das Bodenleben, die Krankheitsabwehr von Pflanzen wird gestört, die für die Durchlüftung des Bodens unverzichtbaren Regenwürmer meiden mit Glyphosat belastete Böden. Auch das rapide Bienensterben ist zu einem hohen Maß auf den Einsatz von Glyphosat zurückzuführen (Informationsquelle: http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/glyphosat-auswirkungen).

In Europa ist der Widerstand gegen die Gentechnik sehr stark, Monsanto drängt aber mit aller Macht auf den europäischen Markt. Wird das Freihandelsabkommen in der geplanten Form tatsächlich abgeschlossen, würde dies Unternehmen wie Monsanto Tür und Tor öffnen für den Markt in Europa. Großen US-Konzernen stehen unsere hohen Lebensmittelstandards im Weg. Dank dem Freihandelsabkommen TTIP dürften diese US-Konzerne mit Hilfe privater Schiedsgerichte auch aufgrund in Zukunft ausfallender Profite Staaten verklagen.

Für mich würde so ein Abkommen einem Sieg der Wirtschaft über das Leben gleichkommen! Hauptsache der Rubel rollt in die Kassen dieser Wirtschaftsbarone, dass Menschen und Tiere krank werden und sterben, ist nebensächlich! Bei so viel Kurzsichtigkeit und Gier dreht sich mir der Magen um!

Deswegen ist es jetzt über alles wichtig, diesem Treiben nicht tatenlos zuzusehen. Wenn wir gegen mit Chlor desinfiziertes Hühnerfleisch, gentechnisch verändertes Saatgut, Fracking – um nur einiges zu nennen - sind, sollten wir uns dringend  mit allen friedlichen Möglichkeiten, die sich uns bieten, zur Wehr setzen!

Link zur Petition von Greenpeace:

Sonntag, 16. März 2014

Regionalwährungen

Wie im letzten Eintrag angekündigt möchte ich mich diese Woche dem Thema Regionalwährungen widmen.

Finanzen sind ein schwieriges Kapitel, weil es meines Erachtens eher schwierig ist, die ganzen Zusammenhänge wirklich gut zu verstehen. Ich jedenfalls tue mir schwer damit. Ich versuche zu kapieren:

Wir zahlen hier mit Euroscheinen. Diese Scheine haben einen bestimmten Wert und im Gegenzug dieser Scheine erhalten wir eine Leistung oder eine Ware. Geld ist also eine Art Tauschmittel. Aber nicht immer gibt es einen Papierschein, den man im Gegenzug für eine Leistung oder Ware weitergibt. Sehr oft sind es nur Zahlen, die die Konten wechseln. Das heißt, wir zahlen einen Betrag über die Bank an eine andere Person, Firma oder Institution und es wird ein bestimmter Betrag von unserem Bankkonto abgebucht, während dem Empfänger derselbe Betrag gutgeschrieben wird. Da ist kein Papier mehr im Umlauf. So weit so gut.

Jetzt aber gibt es noch die Zinsen. Haben wir ein Guthaben auf unserem Bankkonto, erhalten wir als „Belohnung“ Zinsen auf diesen Betrag. Sind wir mit unserem Bankkonto im Minus, müssen wir „zur Strafe“ dafür zusätzlich Zinsen bezahlen. Ich habe keine Ahnung, wer sich dieses System ausgedacht hat. Über kurz oder lang ist dieses Zinssystem ungerecht und fördert nur den Wettbewerb. Es hat dazu geführt, dass Menschen, die früher einander einfach geholfen haben, jetzt plötzlich hauptsächlich auf ihren eigenen Vorteil achten. Denn das Geld, das man anhäuft, muss man vorher irgendwem abknöpfen, der dann mitunter auf der Strecke bleibt.

Man schaut darauf, dass sich das Geld vermehrt, damit man so viel wie möglich von diesen Zinsen auf dem Bankkonto gutgeschrieben bekommt und damit reicher wird! Wenn sich Geld vermehrt, ohne dass man etwas dafür leisten muss, ist das sehr bequem. Man braucht einfach einiges davon anzuhäufen, es langfristig bei der Bank zu veranlagen und wird mit einem höheren Zinsenbetrag belohnt. Jetzt bleibt aber dieses veranlagte Geld nicht brav in bar auf dem Konto liegen, nein, im Gegenteil, die Banken verwenden es derweil für anderes. Sie verleihen es weiter, spekulieren damit an Börsen, spielen damit wie im Casino und wenn es dumm läuft, ist das Geld anschließend weg bzw. nichts mehr wert. Wir müssen bei diesem Irrsinn mitspielen, ob wir wollen oder nicht. 

Wie gesagt, für mich ist dieses System über kurz oder lang zu kompliziert geworden und zu ungerecht. Wir haben absolut keine Kontrolle mehr über dieses System. Wir wissen nicht, was mit unserem erarbeiteten Geld gemacht wird, ob damit Kriege angezettelt werden, Menschen ausgebeutet werden, wir können es nicht kontrollieren. Es ist möglich, dass wir ein Leben lang brav arbeiten und das Geld zusammensparen, zur Bank bringen und irgendwann ist es plötzlich weg bzw. einfach nichts mehr wert. Dumm gelaufen.

Um zumindest derzeit noch im kleineren Stil aus diesen ganzen Systemen ein Stück weit auszusteigen, wurden die Regionalwährungen geschaffen. Die Regionalwährungen sind nur in einer bestimmten, viel kleineren, Region gültig und halten so die Kaufkraft in dieser Region, was wieder der Wirtschaft im Land zugute kommt.

In Vorarlberg gibt es hier einmal die „Talentewährung“. Das Talentesystem basiert auf einem Tauschsystem, es wird quasi in Zeit bezahlt. Menschen, Vereine, Betriebe können sich registrieren und diverse Leistungen anbieten. Der Gegenwert wird in Talenten angegeben. 100 Talente entsprechen einer Stunde Arbeitszeit. Wenn also eine Person etwas für eine andere macht und dafür 1 Stunde Arbeit hat, werden auf dem Talentekonto jener Person, die eine Leistung erbringt, 100 Talente gutgeschrieben. Mit diesen 100 Talenten kann diese Person wiederum jemanden bitten, etwas für sie zu erledigen. Und so fließen die Talente weiter. Zinsen gibt es bei diesem System Gott sei Dank keine.

Die Menschen, die hier mitmachen und ihre Leistungen anbieten, machen ihre Sachen gerne. Sie bieten wieder Leistungen an, die ihnen Freude machen und weil sie damit anderen Personen etwas Gutes tun können. Bei Talente Vorarlberg sind über 700 Konten angemeldet, hinter denen  - laut Webseite – 1800 Personen stehen.  10000 Geschäfte werden pro Jahr abgewickelt, dies entspricht 27 Geschäftsvorgängen pro Tag. Hier sind auch diese Menschen gefragt, die vielleicht im wettbewerbsorientierten Wirtschaftsleben nicht gefragt sind oder - aus welchen Gründen immer -nicht mithalten können. Wer sich näher für die Talentewährung interessiert, der schaue bitte mal auf www.talente.cc vorbei. Hier gibt es alle wichtigen Infos inklusive der Gelegenheit, mitzumachen und sich zu registrieren.

Zum anderen gibt es auch eine Parallelwährung zum Euro – und zwar den VTaler. 

Auch beim VTaler gibt es keine Zinsen! Er beruht auf einem Gutscheinsystem. Zum Unterschied zu den lokalen Einkaufsgutscheinen (z.B. Am-Kumma-Gutscheine), sind die VTaler-Gutscheine im ganzen Land gültig. Sie sind eine zirkulierende Währung. Das bedeutet, die Gutscheine werden nach der Annahme nicht entwertet, sondern können - wie eben auch herkömmliche Geldscheine – wieder ausgegeben werden, um eben neue Produkte einzukaufen. Um VTaler zu bekommen, muss ein monatliches Abo bestellt werden. Es gibt Abos um EUR 50,--, EUR 100,--, EUR 150,--, EUR 200 und EUR 300,-- monatlich. Als Anreiz zum Einkauf mit VTalern gibt es bei jeder Bestellung einen 3%igen Rabatt auf die monatliche Abosumme. Bestellt werden können die VTaler bei der Allmenda, unter http://www.gmacht.at/category/shops/gutscheine/ bzw. im Abo unter https://tavo.cyclos-srv.net/tavo/do/doPublicCreateMember?groupId=76  . Zwischenzeitlich beteiligen sich in Vorarlberg rund 150 Firmen an diesem System. Wollen die Betriebe die VTaler in Euro zurücktauschen, müssen sie dafür eine Gebühr bezahlen. Aus diesem Grund kaufen die Unternehmen, die bei diesem System mitmachen, verstärkt auch wieder in der Region ein, in dem sie die VTaler wieder ausgeben. So steigt der Wert der VTaler, die regelmäßig zirkulieren, immer weiter an. Unter http://www.allmenda.com/vtaler können die Betriebe abgerufen werden, die teilnehmen.

Durch diese Systeme bleibt das Geld bei den „Kleinen“ und landet nicht bei den „Großen“ (Konzerne, Banken).

Ich hoffe, dass mit der Zeit immer mehr Menschen und Betriebe auf diesen Zug aufspringen und diese Idee unterstützen. So kann sie wachsen und wir können uns ein Stück weit unabhängiger machen und zumindest einen kleinen Bereich schützen vor Finanzkrisen und Bankencrashs. Ein Stück weit aus dem Wahnsinn aussteigen, ich finde, das macht Sinn! 

Donnerstag, 27. Februar 2014

Repaircafé in Nenzing kann starten :-)!!!

Hallo miteinander!

Vor wenigen Tagen erreichte mich nachfolgender Aufruf von Harry und seiner Arbeitsgruppe "Bewahrung der Schöpfung" zum Thema "Repair-Café". Die Arbeitsgruppe hat es Dank hartnäckigem Einsatz geschafft, im Raum Nenzing einen Raum für die Gründung und Abhaltung eines Reparaturcafés zu finden!!!

Das Nenzinger Repaircafé kann also demnächst starten! Helfende Hände und einiges an Materialien wird noch gesucht. Harry hat dafür eine Auflistung erstellt, die ihr im nachfolgenden Aufruf finden könnt! Wenn ihr etwas davon erübrigen könnt, Materialien habt, die noch gut funktionieren, die ihr aber eigentlich schon jahrelang nicht mehr benutzt habt und nicht mehr braucht, Sachen, die ihr hergeben würdet für ein tolles Projekt - bitte meldet euch bei Harry und seinem Team!

Ich gratuliere der "Arbeitsgruppe Bewahrung der Schöpfung" ganz herzlich und freue mich sehr, dass der Raum gefunden werden konnte! Menschen, die so initiativ und motiviert sind, die an eine Idee glauben, denen - so scheint es - nichts zuviel ist und die sich konsequent um eine Umsetzung bemühen, braucht diese Welt!

Lieber Harry, ich finde es super, was ihr im Oberland auf die Beine stellt! Ich wünsche euch Gottes Segen, Freude und Begeisterung für euer Projekt, viele helfenden Hände und einen guten Start!

Alles Liebe,

Silke

So und nun folgt das Wichtigste - nämlich Harry's Aufruf:



Hallo Zusammen!

Ich habe eine sehr, sehr gute Nachricht für uns: Heute Vormittag hat mich Kornelia Spiß angerufen und bezüglich der Räumlichkeiten für unser geplantes Repair-Cafe seitens der Gemeinde grünes Licht gegeben!!!!! Wer es noch nicht wissen sollte: Es ist das kleine Häuschen beim Kinderspielplatz in der Gaisstraße, neben der Trafik Hartmann.

Wir können also endlich loslegen. Fantastisch, nicht?

Wir werden somit möglichst rasch den Raum für uns herrichten, uns beim offiziellen Repair-Cafe-Netzwerk anmelden, Werkzeug, Bierbankgarnituren usw. organisieren….. Vieles ist noch zu organisieren und viel Arbeit liegt nun noch vor uns. Ich freue mich über jede helfende Hand und wäre euch sehr dankbar, wenn die oder der eine oder andere etwas vom Organisatorischen übernehmen könnte. Bitte dazu um Rückmeldung von euch, wer dafür etwas Zeit hätte. Danke schon jetzt!

Was wir sonst noch so brauchen würden, worum ich euch bitten würde, ist, mal euren Hausrat zu durchforsten, ob eventuell etwas dabei ist, was ihr nicht mehr brauchen würdet und für unser Repair-Cafe ausstiften könntet:

  • einen Wasserkocher,
  • eine Kaffeemaschine (alles außer Kapselmaschine kommt in Frage, also Filtermaschine, Jura, Saeco, ...)
  • Tassen, Löffel, Dessertteller, Dessertgabeln, Trinkgläser, Handtücher, Seifen, Geschirrtücher, ...
  • viele, viele Putzfetzen,
  • einen Staubsauger,
  • wenn jemand diverses Werkzeug (auch Bohrer, Schmiermittel, Schleifpapier, Schrauben, ...) übrig hat, auch das gerne (Werkzeug und Maschinen können auch leihweise sein),
  • Wenn jemand noch weitere Helfer wüsste, wäre das natürlich auch spitze! Je mehr wir sind, desto mehr Termine können wir anbieten und desto weniger Arbeit ist es für jede/n Einzelne/n
  • Wenn euch noch etwas einfällt, was ich nicht angeführt habe, aber man für unsere Zwecke gut brauchen könnte, so meldet euch bitte gerne bei mir.
      
Bitte um Rückmeldung, wer etwas zur Verfügung stellen könnte. Einiges an Werkzeug bekommen wir ja über Bauwelt Pümpel in Feldkirch, bzw. von deren Lieferanten – für die wir dann dafür als Gegenleistung beim Repair-Cafe Werbung machen (Plakat aufhängen oder Wimpel aufstellen…).

Einstweilen liebe Grüße,
Harry

Harald MARK
Kesseweg 73
6710 Nenzing
05525 / 63100
0664 / 663 0080
http://www.harry.4bwa.at/

Dienstag, 18. Februar 2014

Repaircafé der Caritas

Am 14. Feb habe ich mir - gemeinsam mit Silke - ein Bild davon gemacht, wie das Elektogeräte-Repaircafe der Caritas in Altach abläuft. Ich war ehrlich begeistert!!!

Viele - großteils bereits ältere Menschen - kamen mir ihren Staubsaugern, Kaffeemaschinen, diversen Küchengeräten, alten Radios und Plattenspielern und vieles mehr, um einen letzten Reparaturversuch zu wagen. 6-7 ehrenamtliche Helfer, unter der Führung von Fritz Fuchsberger (und seinem jungen Sohn, der seinem Vater bereits alle Ehre macht und schon toll in dessen Fußstapfen tritt!), konnten etliche dieser Geräte auch wieder reparieren. Manchmal fehlte nur eine Kleinigkeit, Manches hatte aber auch endgültig ausgedient, sodass eine Reparatur einfach nicht mehr möglich oder unrentabel war.

Mir hat es in den Fingern gekribbelt, allzu gerne hätte ich gleich mit Hand angelegt. Ich finde es einfach fantastisch, dem Konsum- und Wegwerfwahn auf diese Art die Stirn zu bieten. Gebrauchsgegenstände vor der Entsorgung noch einmal Leben einzuhauchen, sodass sie eventuell noch etliche Jahre - zumindest eine Zeit lang - ihren wertvollen Dienst tun.

Die nächsten Termine sind am 14.3 und 11.4.2014, jeweils von 13:00 bis 16:30 bei der Carla in Altach.

Weiters bietet die Caritas noch zwei weitere Repair-Projekte an: Eines für Textilien und eines für Möbel. Die nächsten Termine für die Möbelreparaturen sind am 21.2 und am 21.3, ebenfalls in der Carla in Altach. Die Textilien werden in der Carla in Lustenau repariert, am 7.3 und am 4.4 zur selben Uhrzeit wie oben.

Wir von der "Arbeitsgruppe Bewahrung der Schöpfung" sind ja auch schon über ein Jahr an der Organisation eines solchen Repaircafes für Kleinhaushaltsgeräte, Kleinmöbel und Spielzeug im Raum Nenzing bemüht. Es scheitert derzeit nur daran, dass wir keinen Raum zur Verfügung haben, um eine kleine Werkstatt einzurichten. Noch wird aber keinesfalls aufgegeben! Wir finden es zwar schade, dass so tolle Projekte, die noch dazu absolut ehrenamtlich und gemeinnützig stattfinden würden, nicht besser gefördert und unterstützt werden. Vielleicht liest ja jemand diesen Aufruf und hat einen passenden Raum für unser Vorhaben.

Bis dahin können wir jedem aus dem Oberland nur die Reparaturcafes der Caritas in Altach und Lustenau empfehlen. Zumindest jenes in Altach ist mit den Öffis auch vom Oberland aus sehr gut und schnell zu erreichen. Vom Bahnhof Götzis fährt innerhalb weniger Minuten der Bus 2A und 2B zur Möselestraße. Von dort sind es noch 5 Minuten Fußweg.

Gute Nacht an alle Leser,
Harry MARK, Nenzing

Samstag, 9. November 2013

Countdown am Xingu - Gedanken zum Thema Solidarität

Geschichten berühren uns oftmals dann, wenn sie eine persönliche Komponente besitzen. Wenn sich aus nackten, sachlichen Fakten plötzlich Gesichter und Einzelschicksale heraustun. Wenn wir Menschen kennen, die involviert sind, wenn da einer dabei ist, mit dem wir uns irgendwie, z.B. aufgrund der gemeinsamen Herkunft, verbunden fühlen. Dom Erwin Kräutler, Bischof von Xingu, ist so ein Mensch, auf den dies zutrifft.

Bevor ich auf ihn zurückkomme, möchte ich noch ein paar Gedanken zum Thema Solidarität loswerden:

Solidarität kann entstehen, wenn wir bereit sind, uns auf die Schicksale von Menschen einzulassen und willig sind, ihnen zuzuhören und hinzuschauen. Solidarität entsteht meiner Meinung nach, wenn wir uns mit Anderen verbinden und uns mit Hilfe der Fähigkeit, zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden, ein Urteil darüber bilden, was wir für in Ordnung befinden und was dagegen unserer Meinung nach zum Himmel schreit. Wenn z.B. 40 000 Menschen im Amazonas aus ihrer Heimat vertrieben werden, damit dort ein riesiges Staudammprojekt (Belo Monte) realisiert werden kann, mit welchem große Konzerne viel Geld scheffeln können, riecht das für mich verdammt stark nach Unrecht und einer rigorosen Verletzung von Menschenrechten.

Manche Menschen mögen sich jetzt vielleicht denken: Ist doch mir wurscht, was da in Brasilien passiert, schließlich hat das nix mit meinem Leben zu tun, ich hab doch wirklich andere Sorgen! Doch glücklicherweise können sich doch viele Vorarlberger mit dem aus Koblach stammenden Bischof Erwin Kräutler, Bischof von Xingu, identifizieren, der seit 1965 an der Seite des Volkes am Xingu lebt und dort für die Erhaltung ihrer Lebensgrundlage eintritt, sowie mit ihnen FÜR ihre Rechte und GEGEN die Armut kämpft. Dies sorgt für die Verbundenheit, die ich eingangs dieses Textes angesprochen habe. Menschen wie er, die sich sogar von Morddrohungen nicht stoppen lassen und sich unter Lebensgefahr für andere Menschen einsetzen, haben meinen allergrößten Respekt. 

Alleine – ohne das Hinschauen und der Unterstützung der westlichen Welt – können die Menschen am Xingu meines Erachtens diesen Kampf von David gegen Goliath nicht gewinnen.  

Hier kommen WIR ins Spiel. 

Wenn wir - in den reichen westlichen Ländern lebenden Menschen - uns ebenfalls mit den Indigenen im Amazonas solidarisieren, indem wir hinschauen, zusammenstehen, unserem Unmut Ausdruck verleihen, indem wir z.B. an Regierungen schreiben, unsere Politiker bitten, in Brasilien zu intervenieren, können wir viel Aufmerksamkeit erregen und dafür sorgen, dass die großen Konzerne nicht mehr ungestört und im Verborgenen ihr menschen- und umweltfeindliches Zerstörungsprogramm durchziehen können. Wir sorgen dafür, dass begangene Ungerechtigkeiten in der ganzen Welt über die Medien publik gemacht werden und bringen zum Ausdruck, dass Mitmenschlichkeit stärker ist, als die Geldgier und der Größenwahn einiger mächtiger Konzerne!

Dies gilt nicht nur für die Ungerechtigkeiten am Amazonas, sondern für alle Verbrechen, die auf dieser Erde – meistens aufgrund von Geldgier, Rassismus und Größenwahn - begangen werden.  Lasst uns hinschauen, protestieren, zuhören. Lasst uns solidarisch sein mit Menschen, von deren Schicksalen wir hören und die in uns Betroffenheit auslösen. Es kostet uns nicht viel, aber andernorts rettet diese – unsere - Aufmerksamkeit Leben und spendet den Betroffenen vor Ort Hoffnung und Kraft! 

In diesem Zusammenhang möchte ich auf die Dokumentation „Countdown am Xingu III“ hinweisen, die am 15. November 2013, um 20.00 Uhr im Gemeindesaal DorfMitte in Koblach gezeigt wird. Der Hinweis auf diese Veranstaltung hat mich zum Schreiben dieses Textes heute inspiriert. 

Weiterführende Links: 
Gruppe Koblach am Xingu
Plattform Belo Monte