Donnerstag, 29. Mai 2014

March against Monsanto

Letzten Samstagnachmittag in Bregenz:

Ca. 3000 Menschen nehmen an einer Demonstration gegen Gentechnik (Stichwort „Monsanto“), Fracking und das Freihandelsabkommen TTIP teil, welches zwischen der EU und den USA im Geheimen ausverhandelt wird. Die Teilnehmer setzen sich aus allen Alters- und Bevölkerungsschichten zusammen – Mütter mit Kindern sind dabei, aber auch viele Jugendliche und auch zahlreiche Senioren beteiligen sich am Protestmarsch. Sehr viele haben selbstgebastelte Transparente und Plakate dabei, auf denen Slogans zu lesen sind, wie:

- Stopp Monsanto – das Leben wählen!
- Monsanto – Eat your own shit!
- Wir wollen weder Gentech-Fraß, noch Fracking-Gas!
- Monsanto ist der sichere Tod in unser täglich Brot!
- Wo Konzerne profitieren – Menschen verlieren!

Alle Anwesenden verbindet das Engagement für ein Leben ohne Gentechnik und die Bereitschaft, dafür zu kämpfen und gemeinsam auf die Straße zu gehen.

Es war ein kraftvolles und lebendiges Bild, welches sich mir am Samstag in Bregenz geboten hat! Auch ich war – wie viele andere auch – überwältigt von der hohen Teilnehmerzahl und dem breiten Widerstand gegen Konzernriesen wie Monsanto & Co.

Folgende Informationen zu Monsanto konnte ich in Erfahrung bringen:

Bei Monsanto handelt es sich um einen amerikanischen Konzernriesen, welcher Saatgut und Herbizide produziert und unter die Menschen bringt. Zu den bekanntesten Produkten zählen gentechnisch veränderter Mais und Breitbandherbizide mit dem Wirkstoff Glyphosat. Letztere werden unter dem Namen „Roundup“ vertrieben. Monsanto hat dazu Mais, Soja, Baumwolle etc. so verändert, dass ihnen das Unkrautvernichtungsmittel „Roundup“ nichts mehr ausmacht. Inzwischen beklagen sich immer häufiger Farmer über besonders resistente Unkräuter auf den Feldern. Zudem kann Glyphosat bereits in geringen Mengen innerhalb 24 Stunden zum Zelltod führen. Glyphosat führt weiters zu Missbildungen und Fehlgeburten, zu Herzinfarkt und Alzheimer, zu Unfruchtbarkeit und Krebs – um nur einiges zu nennen. Es zerstört das Bodenleben, die Krankheitsabwehr von Pflanzen wird gestört, die für die Durchlüftung des Bodens unverzichtbaren Regenwürmer meiden mit Glyphosat belastete Böden. Auch das rapide Bienensterben ist zu einem hohen Maß auf den Einsatz von Glyphosat zurückzuführen (Informationsquelle: http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/glyphosat-auswirkungen).

In Europa ist der Widerstand gegen die Gentechnik sehr stark, Monsanto drängt aber mit aller Macht auf den europäischen Markt. Wird das Freihandelsabkommen in der geplanten Form tatsächlich abgeschlossen, würde dies Unternehmen wie Monsanto Tür und Tor öffnen für den Markt in Europa. Großen US-Konzernen stehen unsere hohen Lebensmittelstandards im Weg. Dank dem Freihandelsabkommen TTIP dürften diese US-Konzerne mit Hilfe privater Schiedsgerichte auch aufgrund in Zukunft ausfallender Profite Staaten verklagen.

Für mich würde so ein Abkommen einem Sieg der Wirtschaft über das Leben gleichkommen! Hauptsache der Rubel rollt in die Kassen dieser Wirtschaftsbarone, dass Menschen und Tiere krank werden und sterben, ist nebensächlich! Bei so viel Kurzsichtigkeit und Gier dreht sich mir der Magen um!

Deswegen ist es jetzt über alles wichtig, diesem Treiben nicht tatenlos zuzusehen. Wenn wir gegen mit Chlor desinfiziertes Hühnerfleisch, gentechnisch verändertes Saatgut, Fracking – um nur einiges zu nennen - sind, sollten wir uns dringend  mit allen friedlichen Möglichkeiten, die sich uns bieten, zur Wehr setzen!

Link zur Petition von Greenpeace:

Samstag, 17. Mai 2014

Fairphone und Hinweis auf interessante Termine

Oftmals ist es schwer, einen gescheiten Anfang und einen klugen Schluss für ein Posting zu finden. So beginne ich heute in Ermangelung besserer Ideen mal wieder recht schleppend: Ich berichte euch, was sich seit meinem letzten Posting vom 4. Mai 2014 getan hat.

Starten möchte ich mit dem Thema "Fairphone" und nehme Bezug auf meinen letzten Eintrag. Die Recherche im Internet und die Rückfragen in diversen Foren haben sich gelohnt. Wieder einmal danke ich den Benutzern des Fairphone-Freunde-Forums herzlich – sie haben mir zum wiederholten Male aus der Patsche geholfen! Diese wunderbaren Menschen teilten mir mit, dass sich der Telefonsensor, der dafür sorgt, dass der Bildschirm dunkel wird und die Tastensperre aktiviert wird, sich an der Stelle befindet, an der man das Telefon gegen das Ohr drückt … im Nachhinein betrachtet logisch! Mein Fehler war, dass ich das Telefon – aus Sorge, ich könnte versehentlich auf dem Display etwas anklicken- immer ein paar Millimeter vom Ohr weghielt, sodass mein wertes Ohr das Fairphone nicht berührte. Dadurch hab ich aber bewirkt, dass das Display laufend hell und aktiviert wurde und ich dann unbewusst „Telefon beenden“  antippte. Schwups, war das Telefonat unterbrochen, dumm gelaufen! Klüger geworden halte ich nun das Fairphone direkt ans Ohr und hab seither überhaupt keine Schwierigkeiten mehr! Das Problem mit dem versehentlichen Anrufen von Menschen aus dem Telefonbuch war dadurch in den Griff zu kriegen, indem ich jetzt immer gleich die Tastensperre aktiviere nach jedem Telefonat und auch einen Sicherheitscode eingegeben habe, um die Tastensperre aufzuheben (was ich jedem empfehlen würde  - man denke nur daran, dass man das Telefon irgendwo liegenlassen könnte und dann jedem Finder sämtliche persönliche Daten zugänglich wären, ohne Sperre). Jetzt macht mich mein Fairphone wieder glücklich (soweit Smartphones dazu in der Lage sind)! 

Wer übrigens auch gerne ein Fairphone haben und eines bestellen möchte, sollte sich am besten umgehend hier registrieren http://www.fairphone.com/buy-fairphone - der Vorverkauf für die zweite Fairphoneserie startet in den kommenden Tagen! Ein ehrliches, aktuelles Interview mit Bas Van Abel über Fairphone findet ihr hier! Vielleicht hilft es dem einen oder anderen bei der Entscheidungsfindung.

Themawechsel! 

Am 8. Mai 2014 fand in St. Arbogast wieder ein Treffen der „Plattform Vorarlberger Menschenrechte“ statt. Diverse Menschenrechtsorganisationen und engagierte Menschen haben sich hier eingefunden, um gemeinsam für den 10. Dezember 2014, dem Tag der Menschenrechte, eine Veranstaltung zu organisieren. Diese Veranstaltung soll dazu dienen, das Thema „Menschenrechte“ wieder mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. Es soll zahlreichen Organisationen, die sich mit diesem Thema befassen, auch eine Möglichkeit bieten, sich zu präsentieren. Auch einen Fachvortrag wird es geben. Allzuviel möchte ich noch nicht verraten … nur soviel: Haltet euch bitte diesen Abend des 10. Dezembers frei! Seid gespannt und lässt euch einfach inspirieren durch das, was ihr an diesem Tag zu sehen und zu hören bekommen wird! Mich begeistert es, wie diese – gerade erwähnte - Initiative wächst und wächst! Das Engagement aller Beteiligten ist berührend und genial zugleich! Hier haben unheimlich kluge Köpfe mit reichem Erfahrungsschatz zusammengefunden, die ihre Kräfte bündeln und gemeinsam einen wertschätzenden, inspirierenden und spannenden Abend gestalten werden! Lasst euch überraschen!

Als weiteres Datum, welches ihr im Kalender rot anstreichen solltet, möchte ich den 13. Juni 2014 erwähnen! An diesem Tag findet das 6. Forum KONSUMENTENSOLIDARITÄT JETZT statt. Dort erwarten euch zwei spannende Vorträge. Anton Walser von der Metzgerei Walser wird zum Thema „Biofleisch“ sprechen. Weiters wird uns Marion Reichart von Uni Sapon Wissenswertes zum Thema ökologische Reinigungsmittel vermitteln.

Außerdem soll es viel Raum und Zeit für Gespräche zwischen Produzenten und Konsumenten geben. Firmenmitglieder werden anwesend sein und uns ihre Arbeit näherbringen (Produkte, welche unseren Kriterien - fair, ökologisch, sozial - entsprechen, können auch erstanden werden). Für jedes der Konsumbereiche gibt es ein Gardenerteam, welches die Informationen aus einem bestimmten Konsumbereich sammelt, bündelt und weitergibt. Auch diese Gardener werden am 13. Juni 2014 anwesend sein und ihr Wissen weitergeben.

Wir alle können und dürfen voneinander lernen. Der eine weiß dieses, der andere jenes. Durch angeregte Gespräche wird dieses Wissen ausgetauscht und weitergegeben. Es ergeben sich immer wieder interessante, freudige, wertschätzende und nährende Begegnungen, dies kann ich aus eigener Erfahrung sagen! Vorbeischauen lohnt sich!!!

Und last but not least:

„Mit Wissen, Mut, Freude und Respekt zum Erfolg“ – diesen Slogan habe ich gestern aus einem energiegeladenen Vortrag von Jolly Kunjappu, welchen er im Wifi in Dornbirn im Rahmen einer Umsatzsteuertagung gehalten hat, mit nachhause genommen.

Meine Gedanken dazu: Wissen ist wichtig, um Zusammenhänge besser verstehen zu können. Mut braucht es auch immer wieder, um etwas zu bewegen und zu verändern, um neue Wege zu gehen und vom Denken ins Handeln zu kommen. Die Freude ist der Motivator schlechthin und lässt uns die Aufgaben viel leichter von der Hand gehen! Aber ohne Respekt bedeutet das alles nichts! Nur über den Respekt ist ein friedliches, achtsames Miteinander möglich. Wir alle brauchen einander so sehr, lasst uns zusammenhalten und gemeinsam neue Pfade beschreiten, um dieses Leben glücklich und im Einklang mit der Natur zu genießen und auch unseren Nachkommen eine Welt hinterlassen, in der sie gut und friedvoll leben können.  

Und damit verabschiede ich mich wieder - bis zum nächsten Mal! 

Sonntag, 4. Mai 2014

Elektronik - Alltagssorgen

Momentan plagen mich mehrere „Luxusprobleme“ und ich zerbreche mir den Kopf darüber. Zum einen nervt mich mein Fairphone. Ich finde die Idee von Fairphone nach wie vor super und unterstütze sie mit Begeisterung, aber ich habe Schwierigkeiten beim Gebrauch meines Smartphones. Nun ja, das kann jetzt vielleicht daran liegen, dass ich zu ungeschickt beim Bedienen eines Touchscreens bin oder es kann auch daran liegen, dass die Oberfläche des Fairphones zu sensibel ist und bereits auf einen Windhauch reagiert. Meine Bekannten wissen es inzwischen. Ich schaffe es immer wieder, Personen anzurufen, die ich gar nicht anrufen möchte, nur weil ich offenbar irgendwas berührt habe, was den Anruf auslöst. Oder aber, ich bin am Telefonieren und das Telefonat wird nach einer Minute unterbrochen und ich weiß nicht wieso.

Die ursprüngliche Idee von Smartphones und Handys war doch, dass sie zum Telefonieren da sind. Sie verkommen aber immer mehr zu winzigen Computern, mit denen man chattet und sich ins Internet einwählt und allen möglichen anderen Kram erledigt. Dass es ursprünglich eigentlich mal ums Telefonieren ging, scheint vergessen.

Ich ertappe mich dabei, wie ich stundenlang für Lösungen zu meinem Problem suche und damit unheimlich viel Zeit verplempere. Es wäre ein Einfaches, die SIM-Karte wieder in mein altes Nokia mit Tasten zu stecken, auf gewisse Funktionen zu verzichten und erleichtert aufzuatmen. Aber noch will ich nicht kapitulieren.

Ich glaube, diese Smartphones haben unser Leben heutzutage ganz schön im Griff. Diese ständige Erreichbarkeit, diese vielen Möglichkeiten, Kontakt herzustellen (Skype, WhatsApp, e-mail, Telefon, Facebook), führen zu Hektik und Stress. Wir verbringen oftmals mehr Zeit damit, Bedienungsanleitungen zu lesen, im Internet Dinge zu erforschen, die Funktionsweise von elektronischen Geräten zu verstehen, als damit, sie dann schlussendlich tatsächlich zu benutzen. Es ist ein Krampf!

Zusätzlich ging mir dieses Wochenende mein Staubsauger kaputt. Er brach regelrecht auseinander. Anfangs habe ich versucht, die Stellen zu kleben, doch irgendwann musste ich kapitulieren und das Ding wegschmeißen. Ersatzteile konnte ich keine mehr finden. So brachte ich das Teil zum Werkstoffhof, wo es mir gleich abgenommen und von jemandem ausgeschlachtet wurde. Es gibt noch Menschen, die mit kaputten Geräten etwas anfangen können und diverse Teile wiederverwerten.

Meine – ich gebe zu etwas halbherzigen – Versuche, auf die Schnelle einen gebrauchten Staubsauger aufzutreiben, scheiterten. In der Carla-Werkstätte in Altach, wo es Second-Hand-Geräte zu kaufen gibt, erklärte man mir, dass Staubsauger sehr gefragt sind und meistens sofort wiederverkauft werden. Ich könne jeden Tag anrufen und nachfragen, ob zufällig ein Gerät hereingekommen ist, Reservierungen seien leider nicht möglich. Ich hätte gerne aus dem Grund einen gebrauchten Staubsauger erstanden, damit nicht zusätzlich Ressourcen verschwendet werden müssen, um für mich ein neues Gerät zu produzieren. Und in der heutigen Zeit, in der viel zu viel Brauchbares und Nützliches weggeschmissen wird, sei es aus Bequemlichkeit, sei es aus dem Wunsch, immer wieder das Neueste zu haben, hätte ich es als ein sinnvolles Zeichen erachtet, einem Gerät ein zweites Leben einzuhauchen. Andererseits fühle ich mich auch wieder etwas schäbig, wenn ich eventuell einer Person, die sich das Geld für den Kauf eines Staubsaugers mühsam zusammensparen muss, den billigen Staubsauger vor der Nase wegschnappe.

Es hat immer alles mehrere Seiten und Facetten und es ist nicht immer einfach, herauszufinden, welche Entscheidung die beste für alle Beteiligten ist. Schweren Herzens entschied ich mich für den Kauf eines hochwertigen Neugeräts von Vorwerk, in der Hoffnung, dass dieser Staubsauger bis an mein Lebensende seinen Dienst tun wird. Aufgefallen ist mir, dass die Verpackung des Gerätes auf das Nötigste reduziert wurde. Weiters verbrauchen Vorwerk-Produkte anscheinend relativ wenig Energie (siehe www.topprodukte.at) Es werden recyclingfähige Kunststoffe und Farben verwendet. Das verwendete Material kann offenbar nahezu vollständig recycelt werden und es wird weitgehend auf den Einsatz von PVC verzichtet. All diese Dinge beruhigen mein schlechtes Gewissen nur mäßig.

Ich führe halt auch so eine Art Doppelleben. Einerseits bemühe ich mich, mich für die Umwelt stark zu machen und in gewissen Bereichen zu reduzieren, andererseits fällt es mir sehr schwer, auf Bequemlichkeiten zu verzichten. Die Frage, was andere Menschen wohl sagen und sich denken, wenn ich dies oder jenes tue, übt auch eine sehr starke und unangenehme Macht aus, die mich zu zweifelhaften Entscheidungen treibt.

Ich finde es wichtig, sich größere Neuanschaffungen gut zu überlegen und nicht unüberlegt und leichtsinnig Dinge zu kaufen, weil Mann/Frau es sich eh leisten kann. Stattdessen erscheint es mir wichtig, beim Kauf möglichst den Produktionszyklus, das Nutzverhalten und auch die Entsorgungsgeschichte vor Augen zu haben, um aufgrund dieser Überlegungen eine möglichst gute Entscheidung zu treffen. Mein Leben ist dadurch ganz schön kompliziert geworden. Aber eine bessere Idee ist mir bislang noch nicht eingefallen. Sollte ich einen Geistesblitz haben, werde ich ihn hier teilen. 

Sonntag, 20. April 2014

Unverpackt - ein Posting zum Thema "Verpackungen"

Schon vor längerem habe ich mir vorgenommen, den Verpackungsmüllberg in meinem Haushalt kleiner werden zu lassen. Vor allem dem Plastik würde ich gerne den Kampf ansagen!  Meine Fortschritte sind äußerst bescheiden. Einzig, im Gemüse und Obstbereich gelingt es mir, auf das Plastik weitestgehend zu verzichten, denn bei Obst und Gemüse hat man die Möglichkeit, dieses direkt vom Bauern oder von einem Markt zu beziehen. Oder man kauft es – so wie ich – bei Vögel Brigitte in Götzis. Auch dort gibt es das Gemüse und Obst offen, mit der Möglichkeit, selber die Menge in die mitgebrachte Tasche/Korb oder sonstigem Behältnis abzufüllen, die man braucht. Feine, hübsche, nachhaltige Obstsäcke gibt es übrigens bei www.beechange.com zu erstehen.

Beim Einkauf im Supermarkt ist das nahezu unmöglich. Wochenende für Wochenende stehe ich resignierend im Supermarkt und ärgere mich über nicht vorhandene Alternativen. Ich ärgere mich über in Plastik verpackte bemalte bunte Ostereier, über sämtliche Brotaufstriche, die es nur im Plastikgefäß zu kaufen gibt, darüber, dass ich Rahm nicht in einem Glas kaufen kann, welches ich beim nächsten Einkauf zurückbringen kann, über Nudeln die abgepackt sein müssen und vor allem auch über Schokokekse (die ich sehr liebe), welche es oftmals doppelt und dreifach eingepackt gibt. Da gibt es die Plastikhülle außen rum und die Kekse selber befinden sich dann auch noch in so einem Plastikbehälter, damit auch ja keiner zerbricht!

Hier gäbe es doch so enorm viel Potential!!! Es mag zwar lobenswert sein, wenn die Produkte teilweise in biologisch abbaubarem Plastik verpackt sind, aber viel besser wäre es doch, gar kein Plastik zu haben! Warum nicht wieder zurück zu Großmutter’s Zeiten? … Da war es selbstverständlich, dass die Kunden ihre Behältnisse selbst mitgebracht haben. Damals kamen die Lebensmittel auch meistens noch aus der Nähe und hatten keine langen Transportwege hinter sich, während heute die Produkte aus allen Teilen der Welt angekarrt werden und deswegen sicherlich auch entsprechend viel Verpackung brauchen.

In Wien hat heuer ein Geschäft eröffnet, bei dem  diese Idee des Verkaufs ohne Verpackung bereits verwirklicht wurde. Schaut mal rein unter http://www.mass-greisslerei.at. Hier können eigene Behältnisse mitgebracht werden, es ist sogar möglich, diese morgens im Geschäft zu hinterlegen und abends erst einzukaufen und die Produkte in den eigenen Behältern wieder mitzunehmen. Dies hat den Vorteil, dass man die Taschen und die Ware nicht den ganzen Tag mit sich herumschleppen muss. Die Behälter werden anfangs gewogen, anschließend kann nach Lust und Laune befüllt werden. Am Ende des Einkaufs wird wieder abgewogen und je nach Menge bezahlt. Auch für Singles ist das ein Traum, da viele Produkte, die es in den Supermärkten zu kaufen gibt, in viel zu großen Mengen abgepackt sind. Bei der Maß-Greißlerei kann dann einfach die Menge erstanden werden, die man auch verbrauchen kann und braucht. Dies reduziert das Wegschmeißen!

Das Sortiment erstreckt sich von Mehl- und Getreideprodukten zu Reis und Pastasorten, über leckere Schokoladesorten, zu Gewürzen, Teesorten und Gebäck. Selbst Reinigungsmittel von Uni Sapon aus dem Ländle gibt’s bei Lunzer’s Maßgreißlerei zum Abfüllen …  und wer möchte, kann sich noch Rezepttipps und Aufbewahrungstipps holen. Was für ein wunderbares Konzept! Ich wünsche mir, dass es möglichst bald Schule macht und es viele Nachahmer geben wird. Es wäre doch denkbar einfach, es muss nur jemand damit anfangen! 

Sonntag, 6. April 2014

Und immer wieder leben

Vergangenen Freitag Abend hatte ich das Vergnügen, einer wunderbaren Lesung beiwohnen zu dürfen, die Autor Alexander Jehle gemeinsam mit Michael Hartmann und dem Gitarristen Patrick Honeck im Kapuzinerkloster in Feldkirch gehalten hat. Alexander Jehle und Michael Hartmann haben abwechselnd Texte aus dem Buch von Alexander Jehle „Und immer wieder leben“ vorgelesen und wurden dabei musikalisch von Patrick Honeck begleitet. Die Veranstaltung wurde von der kleinen und feinen Feldkircher Buchhandlung „Die Quelle“ organisiert. Alexander Jehle ließ den Erlös des Abends (freiwillige Spenden) unserem Verein "Konsumentensolidarität Jetzt" zukommen, vielen herzlichen Dank dafür! 

Während der Lesung, war es so ruhig in dem Raum, dass man „eine-Stecknadel-fallen-lassen- hören“ hätte können. So gebannt lauschten die Besucher den feinfühligen, nachdenklich stimmenden Texten von Alexander. Seine Texte beschäftigen sich mit den geheimnisvollen Fragen unseres Daseins. Ich versuche, sie hier stichwortartig aufzuzählen: 

Sie kreisen:

- um die Suche nach dem Lebenssinn,
- um die Auseinandersetzung mit dem Vergänglichen,
- um die Hektik und Ruhelosigkeit der heutigen Zeit
- um die vielen Ablenkungen durch Medien, Smartphones, Internet,
- um die Auseinandersetzung mit dem Tod,
- um Menschenwürde und Mitmenschlichkeit,
- um das Annehmen von Gefühlen,
- um die Freude an den kleinen Dingen,
- um Zivilcourage, sowie das Hinschauen, anstatt dem Wegschauen,
- um das Miteinander anstatt dem Gegeneinander,
- um das Hamsterrad,
- um kritische Betrachtungen zu unserer heutigen Zivilgesellschaft,
- um die Macht der Konzerne,
- um die Liebe,
- um die Suche und das Finden von innerer Ruhe,
- um eine kritische Betrachtung des Lebens und der Zeit, in der wir leben,
- um das wunderbare Geheimnis des Lebens.

Mich – und ich denke auch die anderen Anwesenden - hat diese Stunde tief bewegt, da sprach mir jemand aus der Seele und aus dem Herzen mit einer solch klugen, einfühlsamen und treffsicheren Wortwahl, die sprachlich ganz feine Nuancen ausdrücken konnte und mich zu Tränen rührte. Es hat in mir wieder einmal den Drang geweckt, über das Leben an sich nachzudenken und mir folgende zwei Fragen zu stellen: 

1. Was bedeutet „Leben“?

2. Fühlen wir uns lebendig oder todmüde und erschöpft?

Ich denke, es ist normalerweise eine Mischung aus beidem. Aber wann fühlen wir uns lebendig?

Lebendig fühlen wir uns doch meistens dann, wenn etwas unser Herz berührt. Wenn wir ein schönes Gespräch mit Freunden haben, bei dem wir uns verstanden fühlen. Wenn uns jemand zulächelt oder wir jemandem zulächeln. Wenn wir einen schönen Sonnenuntergang betrachten können, wenn die blühenden Bäume im Frühling unsere Aufmerksamkeit auf sich lenken, wir dem Gezwitscher der Vögel zuhören. Wenn Amors Pfeil uns getroffen hat oder wir wunderschöne Musik hören.

Lebendig fühlen wir uns oft durch das Schöne, die Dinge, die uns berühren. Und das sind oft nicht die großen Dinge, sondern meistens die Kleinen. Ein zärtliches Wort oder eine Berührung zum Beispiel. Lebendig können wir uns sogar in der Trauer fühlen, wenn der Schmerz uns überrennt und wir den Tränen ihren Lauf lassen.

Was macht uns dagegen todmüde und erschöpft? 

Meistens sind es die tausend Dinge, die es zu erledigen gibt. Die viele Arbeit und das Gefühl, dass sie niemals endet und es kein Licht am Ende des Tunnels gibt. Wobei man hier unterscheiden muss. Es gibt durchaus auch Arbeit, die beflügelt und erfreut, welche Sinn macht. Aber es gibt auch sinnentleerte Arbeit und den großen Termindruck. Das Gefühl, nicht mehr Luft holen zu können, weil man dazu keine Zeit mehr hat. Das Gefühl, aus lauter Eile nicht mehr auf die zwischenmenschlichen Dinge und Kleinigkeiten achten zu können. Abends liegt man dann todmüde im Bett und kann mitunter trotzdem nicht schlafen, weil sich im Kopf die Gedanken wie wild im Kreis drehen und man nicht weiß, wie man das alles gebacken bekommen soll. 

Was ist mit all den Ablenkungen wie Nachrichten, Werbung, Smartphone, Internet, Medien im Allgemeinen? Immer Bescheid wissen müssen, was alles abgeht, um eben auch mitreden zu können und informiert zu sein und um den Kauf des neuesten Schnäppchens nicht zu versäumen? Ist das nicht Ablenkung, um uns nicht gar Langeweile aussetzen zu müssen? Sind nicht gerade Langeweile und Muße der Nährboden für Kreativität und neue Ideen? 

Verhindern all diese Ablenkungen nicht auch, dass wir verlernen, genau hinzusehen, was im Leben um uns herum passiert? Um Menschen anzuschauen und herauszufinden, wie es ihnen geht? Um darauf zu achten, was uns umgibt?

Viele Fragen und oftmals keine Antworten. Das Leben ist und bleibt ein geheimnisvolles, zerbrechliches und kostbares Rätsel.

Ich wünsche euch für diesen Sonntag Zeit für Muße und viel Lebendigkeit! Schaut aufeinander, geht kritisch, aber mit einem liebevollen Blick durch die Welt. Gebt aufeinander Acht!

Mit lieben Grüßen,

Silke

Samstag, 29. März 2014

Vermüllung unserer Landschaft

Was sind wir Menschen doch für Ferkel!  Aluminiumdosen, Plastikflaschen, Zigarettenstummel, Zigarettenschachteln, Plastik, Verpackungsmaterial … auf meinem Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad begegnet mir so allerlei. Die Straßenränder und Wiesen sind voll von dem Gerümpel!!! Früher kannte ich das immer nur aus Besuchen in anderen Ländern, aber heutzutage gehört es auch hier zur Normalität. Irgendjemand wird’s schon wegräumen …  und wenn nicht, ist es wohl auch wurscht.

Ich kann einfach nicht verstehen, wie man zum Beispiel aus fahrenden Autos den Müll schmeißen kann. Oder wie man eine ausgetrunkene oder vielleicht auch halbleere Dose Red Bull einfach fallenlassen kann. Es scheint cool zu sein. Und bequem.

Wie kann man dieser Entwicklung beikommen? Drei Ideen sind mir dazu eingefallen:


1. Geldstrafen bzw. verpflichtende Flurreinigungsaktionen:

Personen, die beim Wegwerfen von Müll in der freien Natur beobachtet werden, sollten umgehend bestraft werden. Es soll sich um eine empfindliche Geldstrafe handeln mit der Option, anstelle der Bezahlung der Strafe verpflichtend einige Stunden an einer Flurreinigungsaktion teilzunehmen und die Wegesränder vom Müll zu befreien.


2. Einhebung einer Steuer auf Einwegverpackungen:

Unternehmen, die ihre Produkte in all diesen Einwegverpackungen ausgeben, die überall in unserer Landschaft anzutreffen sind (ich denke da an Dosen, Plastikflaschen, Verpackungsmaterial von Fast-Food-Ketten) sollten für die Ausgabe dieser Materialien eine Steuer abführen müssen. Mit diesem Geld sollten die Säuberungsaktionen finanziert werden, die es braucht, um unsere Natur wieder von dem Dreck zu befreien. Umweltsünden gehören meines Erachtens sowieso besteuert, weil die Folgen davon unheimlich viel Geld kosten werden.


3. Pfand auf Einwegverpackungen:

Dabei würde es sich meines Erachtens um die effektivste Maßnahme handeln. In Deutschland gibt es dies bereits: ein verpflichtender Getränke-Einweg-Verpackungen-Pfand. Wenn es in Deutschland funktioniert, warum nicht auch bei uns in Österreich? Hat hier der Handel eine stärkere Lobby? Haben die Firmen, die diesen Müll in Umlauf bringen, nicht auch eine Verpflichtung, diesen wieder zurückzunehmen?

Seit der Einführung dieses Systems in Deutschland im Jahr 2003, konnte eine Vermüllung von 20 – 30 Milliarden Getränkedosen vermieden werden! Diese Zahl muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen! Sie stammt aus einer Bilanz zum Thema „10 Jahre Dosenpfand“. Der Artikel ist hier zu finden.Würde man auf jede Dose und jede Plastikflasche z.B. EUR 0,50 Pfand einheben, der bei der Rückgabe dieser Einweg-Verpackungen in den Supermärkten wieder ausgezahlt wird, würde laut meiner Einschätzung die Vermüllung unserer Natur drastisch zurückgehen. Die Dosen etc., die trotzdem neben der Straße entsorgt werden, würden bestimmt von anderen Personen eingesammelt und in den Supermärkten zurückgegeben werden.

Genau so ein System könnte man meines Erachtens auch für den Müll der Fast-Food-Ketten einführen. Wer das Verpackungsmaterial dort zurückgibt, bekommt Geld zurück. Vielleicht würden diese Ketten dann endlich auch dazu übergehen, ihre Produkte in "Mehrweg-Tellern und Gläsern" zu servieren.


Was denkt ihr? Ist es nicht höchst an der Zeit, dass sich etwas ändert?


Die Natur würde es uns danken! 

Sonntag, 16. März 2014

Regionalwährungen

Wie im letzten Eintrag angekündigt möchte ich mich diese Woche dem Thema Regionalwährungen widmen.

Finanzen sind ein schwieriges Kapitel, weil es meines Erachtens eher schwierig ist, die ganzen Zusammenhänge wirklich gut zu verstehen. Ich jedenfalls tue mir schwer damit. Ich versuche zu kapieren:

Wir zahlen hier mit Euroscheinen. Diese Scheine haben einen bestimmten Wert und im Gegenzug dieser Scheine erhalten wir eine Leistung oder eine Ware. Geld ist also eine Art Tauschmittel. Aber nicht immer gibt es einen Papierschein, den man im Gegenzug für eine Leistung oder Ware weitergibt. Sehr oft sind es nur Zahlen, die die Konten wechseln. Das heißt, wir zahlen einen Betrag über die Bank an eine andere Person, Firma oder Institution und es wird ein bestimmter Betrag von unserem Bankkonto abgebucht, während dem Empfänger derselbe Betrag gutgeschrieben wird. Da ist kein Papier mehr im Umlauf. So weit so gut.

Jetzt aber gibt es noch die Zinsen. Haben wir ein Guthaben auf unserem Bankkonto, erhalten wir als „Belohnung“ Zinsen auf diesen Betrag. Sind wir mit unserem Bankkonto im Minus, müssen wir „zur Strafe“ dafür zusätzlich Zinsen bezahlen. Ich habe keine Ahnung, wer sich dieses System ausgedacht hat. Über kurz oder lang ist dieses Zinssystem ungerecht und fördert nur den Wettbewerb. Es hat dazu geführt, dass Menschen, die früher einander einfach geholfen haben, jetzt plötzlich hauptsächlich auf ihren eigenen Vorteil achten. Denn das Geld, das man anhäuft, muss man vorher irgendwem abknöpfen, der dann mitunter auf der Strecke bleibt.

Man schaut darauf, dass sich das Geld vermehrt, damit man so viel wie möglich von diesen Zinsen auf dem Bankkonto gutgeschrieben bekommt und damit reicher wird! Wenn sich Geld vermehrt, ohne dass man etwas dafür leisten muss, ist das sehr bequem. Man braucht einfach einiges davon anzuhäufen, es langfristig bei der Bank zu veranlagen und wird mit einem höheren Zinsenbetrag belohnt. Jetzt bleibt aber dieses veranlagte Geld nicht brav in bar auf dem Konto liegen, nein, im Gegenteil, die Banken verwenden es derweil für anderes. Sie verleihen es weiter, spekulieren damit an Börsen, spielen damit wie im Casino und wenn es dumm läuft, ist das Geld anschließend weg bzw. nichts mehr wert. Wir müssen bei diesem Irrsinn mitspielen, ob wir wollen oder nicht. 

Wie gesagt, für mich ist dieses System über kurz oder lang zu kompliziert geworden und zu ungerecht. Wir haben absolut keine Kontrolle mehr über dieses System. Wir wissen nicht, was mit unserem erarbeiteten Geld gemacht wird, ob damit Kriege angezettelt werden, Menschen ausgebeutet werden, wir können es nicht kontrollieren. Es ist möglich, dass wir ein Leben lang brav arbeiten und das Geld zusammensparen, zur Bank bringen und irgendwann ist es plötzlich weg bzw. einfach nichts mehr wert. Dumm gelaufen.

Um zumindest derzeit noch im kleineren Stil aus diesen ganzen Systemen ein Stück weit auszusteigen, wurden die Regionalwährungen geschaffen. Die Regionalwährungen sind nur in einer bestimmten, viel kleineren, Region gültig und halten so die Kaufkraft in dieser Region, was wieder der Wirtschaft im Land zugute kommt.

In Vorarlberg gibt es hier einmal die „Talentewährung“. Das Talentesystem basiert auf einem Tauschsystem, es wird quasi in Zeit bezahlt. Menschen, Vereine, Betriebe können sich registrieren und diverse Leistungen anbieten. Der Gegenwert wird in Talenten angegeben. 100 Talente entsprechen einer Stunde Arbeitszeit. Wenn also eine Person etwas für eine andere macht und dafür 1 Stunde Arbeit hat, werden auf dem Talentekonto jener Person, die eine Leistung erbringt, 100 Talente gutgeschrieben. Mit diesen 100 Talenten kann diese Person wiederum jemanden bitten, etwas für sie zu erledigen. Und so fließen die Talente weiter. Zinsen gibt es bei diesem System Gott sei Dank keine.

Die Menschen, die hier mitmachen und ihre Leistungen anbieten, machen ihre Sachen gerne. Sie bieten wieder Leistungen an, die ihnen Freude machen und weil sie damit anderen Personen etwas Gutes tun können. Bei Talente Vorarlberg sind über 700 Konten angemeldet, hinter denen  - laut Webseite – 1800 Personen stehen.  10000 Geschäfte werden pro Jahr abgewickelt, dies entspricht 27 Geschäftsvorgängen pro Tag. Hier sind auch diese Menschen gefragt, die vielleicht im wettbewerbsorientierten Wirtschaftsleben nicht gefragt sind oder - aus welchen Gründen immer -nicht mithalten können. Wer sich näher für die Talentewährung interessiert, der schaue bitte mal auf www.talente.cc vorbei. Hier gibt es alle wichtigen Infos inklusive der Gelegenheit, mitzumachen und sich zu registrieren.

Zum anderen gibt es auch eine Parallelwährung zum Euro – und zwar den VTaler. 

Auch beim VTaler gibt es keine Zinsen! Er beruht auf einem Gutscheinsystem. Zum Unterschied zu den lokalen Einkaufsgutscheinen (z.B. Am-Kumma-Gutscheine), sind die VTaler-Gutscheine im ganzen Land gültig. Sie sind eine zirkulierende Währung. Das bedeutet, die Gutscheine werden nach der Annahme nicht entwertet, sondern können - wie eben auch herkömmliche Geldscheine – wieder ausgegeben werden, um eben neue Produkte einzukaufen. Um VTaler zu bekommen, muss ein monatliches Abo bestellt werden. Es gibt Abos um EUR 50,--, EUR 100,--, EUR 150,--, EUR 200 und EUR 300,-- monatlich. Als Anreiz zum Einkauf mit VTalern gibt es bei jeder Bestellung einen 3%igen Rabatt auf die monatliche Abosumme. Bestellt werden können die VTaler bei der Allmenda, unter http://www.gmacht.at/category/shops/gutscheine/ bzw. im Abo unter https://tavo.cyclos-srv.net/tavo/do/doPublicCreateMember?groupId=76  . Zwischenzeitlich beteiligen sich in Vorarlberg rund 150 Firmen an diesem System. Wollen die Betriebe die VTaler in Euro zurücktauschen, müssen sie dafür eine Gebühr bezahlen. Aus diesem Grund kaufen die Unternehmen, die bei diesem System mitmachen, verstärkt auch wieder in der Region ein, in dem sie die VTaler wieder ausgeben. So steigt der Wert der VTaler, die regelmäßig zirkulieren, immer weiter an. Unter http://www.allmenda.com/vtaler können die Betriebe abgerufen werden, die teilnehmen.

Durch diese Systeme bleibt das Geld bei den „Kleinen“ und landet nicht bei den „Großen“ (Konzerne, Banken).

Ich hoffe, dass mit der Zeit immer mehr Menschen und Betriebe auf diesen Zug aufspringen und diese Idee unterstützen. So kann sie wachsen und wir können uns ein Stück weit unabhängiger machen und zumindest einen kleinen Bereich schützen vor Finanzkrisen und Bankencrashs. Ein Stück weit aus dem Wahnsinn aussteigen, ich finde, das macht Sinn!